Das Internet verändert die kommunale Verwaltung
Wer profitiert? Wer verliert? Wo stehen wir? Wie geht es weiter?
Die Diskussion zur Zukunft der digitalen Verwaltung gewinnt mit den neuen Web-Diensten eine neue Dimension. Immer mehr Kommunen hinterfragen die Konsequenzen, die sich für die Verwaltung nach der ersten "Internet-Generation" ergeben.
Zugleich stehen Städte, Kreise und Gemeinden vor tiefgreifenden Veränderungen - insbesondere bei der Bewältigung des demografischen Wandels, der sozialen Integration und dem zunehmenden Interesse der Bürger an politischen Entscheidungswegen. Sie sind dabei ungleich mehr gefordert als die Länder oder der Bund.
Mehr als 90 Prozent der Kontakte zur Bürgerschaft und zu Unternehmen
bewältigt die kommunale Verwaltung!
Die Web-2.0-Technologie bringt zugleich neue Lösungen und neue Herausforderungen mit sich
- für die Aktivierung und Beteiligung von Bürgerschaft und Wirtschaft am kommunalen Leben
- für die neue Transparenz von Politik und Verwaltung
- für die effiziente Zusammenarbeit von Kommunal- , Landes- und Bundesbehörden
Zum MODERNEN STAAT wurden im KOMMUNE 2.0-Forum zwölf Erfahrungsberichte mit den neuen Internet-Diensten präsentiert.
(Programm und Download der KOMMUNE 2.0-Präsentationen)
Das neue Spektrum der kommunalen 2.0-Leistungen wird erst vollständig erkennbar, wenn der Bezug von Partizipation, Transparenz und Kooperation konkret zu den drängenden kommunalen Aufgaben und Herausforderungen hergestellt wird. Die Initiative KOMMUNE 2.0, die in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Landkreistag und dem DStGB von Fraunhofer FOKUS und MediaSystems gestartet wurde, verfolgt deshalb das Ziel, kommunale Innovationsszenerien im Rahmen von fachbezogenen Dezernatskonferenzen zu erarbeiten:
werden jeweils gelungene Projektbeispiele und kommunale Bedarfe aufgezeigt.
Experten aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft evaluieren die Bedürfnisse der Kommunen und zeigen konkrete Lösungsansätze im Zusammenhang mit föderalen IT-Infrastrukturen auf. Mehr als 100 Kommunen beteiligten sich bereits an den Online-Kolloquien und Dezernatskonferenzen, die auf Initiative von KOMMUNE 2.0 durchgeführt wurden.
(Programme und Thesen der Dezernatskonferenzen, Protokolle der Online-Foren)
Der Blick aus Sicht der Kommunen macht deutlich: Die vorhandenen Potenziale werden vor allem dann ausgeschöpft, wenn Bund und Länder technische, organisatorische und rechtliche Voraussetzungen schaffen, die auch den fachlichen Anforderungen an die kommunale Aufgabenerledigung umfassend genügen.
Zu den Ergebnissen der Initiative KOMMUNE 2.0 gehört deshalb ein Empfehlungskatalog, der gemeinsam vom Deutschen Landkreistag sowie dem Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) im Sommer 2012 dem IT-Planungsrat übergeben wird.